Geschenke für die Enkelkinder

Erfahren Sie in diesem Artikel warum Großeltern ein Mitspracherecht beim Thema Geschenke für die Enkelkinder haben sollten.

Mitspracherecht für Großeltern bei Geschenken

Großvater gibt Enkelin ein Geschenk
Geschenke für die Enkelkinder - Das sollten Großeltern beachten:- Foto: © Artem
Wenn Oma und Opa zu Besuch kommen, ist die Freude bei den Enkelkindern meistens groß. Immerhin haben die Großeltern häufig Geschenke oder Süßigkeiten im Gepäck und das nicht nur zu besonderen Anlässen. Was aber, wenn die Eltern über die Art der Geschenke und die Häufigkeit des Schenkens anderer Meinung sind? Dürfen sie mitentscheiden oder sollten sie Oma und Opa einfach gewähren lassen?
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Die Großeltern sollten den Erziehungsstil und die Vorstellungen der Eltern akzeptieren

Viele Eltern haben vor allem in den ersten Lebensjahren ihrer Kinder ganz konkrete Vorstellungen davon, mit welchen Spielzeugen ihre Kinder spielen sollen, aus welchen Materialien diese bestehen dürfen oder wie oft neues Spielzeug das Kinderzimmer besiedeln kann. Setzen sich die Großeltern darüber hinweg, ist Ärger meistens vorprogrammiert und wird oftmals sogar als Einmischung in den Erziehungsstil verstanden. Im schlimmsten Fall wird dadurch eine mittelschwere Familienkrise heraufbeschworen: Die Großeltern fühlen sich missverstanden und sind beleidigt; die Kinder können sich über die Mitbringsel nicht mehr freuen. Um dies zu verhindern, ist es empfehlenswert, wenn Großeltern und Eltern Geschenke vorher miteinander abstimmen, vor allem dann, wenn es sich um größere oder teurere Dinge handelt. Damit wird zudem auch verhindert, dass Spielzeuge, Bücher oder ähnliches doppelt vorhanden sind oder die Kinder Geschenke erhalten, über die sie sich am Ende gar nicht freuen.

Meistens können Eltern die Wünsche ihrer Kinder besser einschätzen

Während in der Kinder- und Jugendzeit der Großeltern begehrte Geschenke häufig Puppen, Autos, Uhren oder Radios waren, haben sich die Angebote und damit die Kinderwünsche im digitalen Zeitalter sehr stark verändert. Gerade dann, wenn Oma und Opa ihr Enkelkind selten sehen, kann es daher bei der Auswahl eines Geschenks zu einem Fehlgriff kommen. Die Folge: Das Kind freut sich nicht wirklich und die Großeltern sind enttäuscht. In der Regel wissen die Eltern besser darüber Bescheid, was sich ihr Kind wünscht oder braucht, denn schließlich leben sie täglich zusammen. Für größere Kinder, die sich moderne Technikartikel wünschen, kann nach Absprache mit den Eltern ein Geldgeschenk wesentlich sinnvoller sein, als wenn die Großeltern auf eigene Faust etwas kaufen. Kinder haben schließlich konkrete Vorstellungen von dem, was sie haben wollen und häufig orientieren sich diese auch an den Dingen, die ihre Freunde bereits haben.

Kleine Mitbringsel sollten erlaubt sein

Auch Eltern waren einmal Kinder und können sich vielleicht noch gut erinnern, wenn die Oma zu Besuch kam und irgendwann eine kleine Überraschung aus der Handtasche zauberte. Bei kleinen Mitbringseln sollten sie daher auch einmal ein Auge zudrücken und ihrem Kind diese Freude nicht verderben. Großeltern sollten allerdings auch hier nicht zu eigenmächtig handeln, denn hat ein Kind beispielsweise eine Allergie, sind bestimmte Süßigkeiten tabu. Das lässt sich jedoch vermeiden, wenn alle Bezugspersonen eines Kindes bei der Erziehung an einem Strang ziehen und regelmäßig miteinander sprechen.
Text: H. J. / Stand: 18.10.2018

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