Weihnachtsstern

Ein roter Weihnachtsstern
Ein roter Weihnachtsstern / Foto © Hans Peter Loosli

Der Weihnachtsstern, auch "Euphorbia pulcherrima", "Adventsstern" oder "Poinsettie" genannt, erfreut sich zur Weihnachtszeit größter Beliebtheit auf den heimischen Fensterbänken und wird auch gerne als dekorative Aufmerksamkeit verschenkt. Wie aber wird er richtig gepflegt, sodass man auch nach Weihnachten noch Freude an den leuchtenden Blüten hat bzw. ihn auch zur nächsten Weihnacht wieder bewundern kann?

Tipps rund um den Weihnachtsstern

In seiner Ursprungsheimat, dem warmen Mexiko, blüht der Weihnachtsstern das ganze Jahr über. Bei uns wird er jedoch so gezüchtet, dass er rechtzeitig zur Adventszeit die schönsten Blüten hat. Nach Weihnachten verlieren viele Menschen die Freude am Stern und werfen ihn achtlos in den Müll. Dabei kann man ihn mit ein paar Tricks und Tipps bis zum nächsten Weihnachtsfest wieder aufblühen lassen.

So pflegen Sie Ihren Weihnachtsstern richtig

Im Frühjahr sollte man die Pflanze zurückschneiden und umtopfen. Über den Sommer verträgt sie auch die Frischluft und macht sich gut auf einer windgeschützten Terrasse im Halbschatten. Jedoch sollte man sie nicht zu lange dem Licht aussetzen und daher entweder nach max. 12 Stunden ins Dunkle stellen oder mit einem lichtundurchlässigen Eimer oder Karton abdecken. So steht einer neuerlichen Blüte bis zum Weihnachtsfest meist nichts mehr im Wege.

Weihnachtssterne sind Kurztagespflanzen, d.h. sie gedeihen wie schon erwähnt am besten, wenn sie höchstens 12 Stunden Tageslicht abbekommen. Deswegen steht die Pflanze vor allem im Winter voll in Blüte. Auch direkte Sonne verträgt sie sehr gut, die Raumtemperatur sollte jedoch max. 22 Grad Celsius betragen. Zuviel Wärme schadet dem Stern ebenso wie ein Zuviel an Wasser. Weihnachtssterne brauchen nur mäßig Wasser und sollten keinesfalls der Staunässe ausgesetzt werden. Andernfalls werden die Blätter des Gewächses gelb und in weiterer Folge faulen die Wurzeln ab. Statt Gießen empfiehlt sich auch ein kurzes Wasserbad. Dazu wird der Wurzelballen solange in einen Eimer mit Wasser gehalten, bis keine Luftbläschen mehr aufsteigen. Düngen sollte man die Pflanze solange sie in Blüte steht und zwar alle 14 Tage.

Kauf und Transport des Weihnachtssterns

Auf keinen Fall sollte man Pflanzen kaufen, die im Eingangsbereich der Geschäfte stehen. Diese sind ständiger Zugluft ausgesetzt, welche für eine kurze Lebensdauer des Gewächses sorgt. Beim Heimtransport sollte man insbesondere darauf achten, dass der Weihnachtsstern vor Kälte geschützt (mit Papier umwickeln) und keinesfalls Frost ausgesetzt wird. Im kalten Auto sollte er daher nicht stehen bleiben, sondern gleich in die warme Wohnung gebracht werden.

Achtung giftig!

Beim Weihnachtsstern handelt es sich um ein Wolfsmilchgewächs, daher ist die Pflanze leicht giftig. Vor allem Kleinkinder und Haustiere wie Katzen sollte man von den Pflanzen fernhalten. Auf der Haut kann es beim Berühren des Pflanzensaftes zu allergischen Reaktionen kommen. Das Verschlucken von Pflanzenteilen ist Gott sei Dank nicht tödlich, es kann allerdings zu Übelkeit und Erbrechen kommen. Daher ist es ratsam, nach einem versehentlichen Verschlucken viel zu trinken und die Vergiftungszentrale zu kontaktieren.

Der Weihnachtsstern - eine dekorative Geschenkidee zu Weihnachten

Weihnachtssterne sind eine dekorative Geschenksidee. Mit Weihnachtskugeln, Engeln und Schleifen verziert, erfreuen sie jeden Beschenkten. Mit Silber- oder Goldspray lassen sich schöne Glanzeffekte auf den Pflanzen erzielen, aber auch mit bunten Farben besprüht lässt sich ein individueller Stern kreieren. Dies wirkt auf manch einen zwar etwas schrill, kann aber durchaus elegant erscheinen. Auch ist der Weihnachtsstern ein schönes Beigeschenk, wenn man "nur" einen Gutschein verschenken möchte oder als Mitbringsel zur Weihnachtsfeier.
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Text: L. R. / Stand: 18.05.2017