Weihnachtsschmuck aus dem Erzgebirge

Räuchermännchen und Pyramide aus dem Erzgebirge
Weihnachtsdeko aus dem Erzgebirge ist sehr beliebt / Foto © lumen-digital

Handgearbeiteter Weihnachtsschmuck aus dem Erzgebirge

Die Erzgebirgler sind ein ganz eigenes Völkchen und sie pflegen auch so ihre ganz eigenen Bräuche. Neben den filigranen Klöppelarbeiten, welche in stundenlanger Handarbeit entstehen, gehört hierzu natürlich auch die erzgebirgische Holzkunst. Schon in der Vorweihnachtszeit stehen an vielen Fenstern die sogenannten Schwibbögen, welche auch als Lichterbögen bezeichnet werden. Pyramiden drehen sich und Räuchermännchen blasen weihnachtliche Schwaden in die gemütlich geschmückte Stube.

Geschichte der erzgebirgischen Volkskunst

Weihnachtsschmuck aus dem Erzgebirge
Wunderschöne Volkskunst: Weihnachtsschmuck aus dem Erzgebirge - Foto: © Björn Wylezich

Weihnachtsschmuck aus dem Erzgebirge kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Seit dem 12. Jahrhundert waren in dieser Region viele Menschen im Bergbau tätig. Schon damals versuchten sie, ihren Alltag nach Feierabend anhand von künstlerischen Arbeiten nachzugestalten. Mit dem Nachlassen der Erzvorkommen war die Bevölkerung darauf angewiesen, neue Erwerbszweige zu erschließen. Da Holz im Erzgebirge reichlich vorhanden war, entstand in Drechslereien und Drehereien neben Alltagsgegenständen auch Weihnachtsschmuck vielfältiger Art.

Die Erzgebirgler fühlten und fühlen sich mit diesen Kunstwerken ganz besonders verbunden. Inzwischen wird Weihnachtsschmuck aus dem Erzgebirge in die ganze Welt versendet und findet auch in Kanada oder China seine Anhänger.

Schwibbogen, Pyramide, Räuchermännchen & Co

Untrennbar mit dem Erzgebirge verbunden ist der Schwibbogen. Das traditionelle Motiv zeigt Bergmann und Engel, eine Klöppelfrau und einen Schnitzer. Daneben dienen Landschaften und besondere Gebäude von erzgebirgischen Städten und Dörfern gern als Vorlage für die Holzbearbeiter. Genau wie die Schwibbögen verbreiten auch die Pyramiden ein gemütliches Licht. Ob als kleine Tischvariante mit Tieren des Waldes oder als großes Exemplar mit der Darstellung der Weihnachtsgeschichte - die sich drehenden Pyramiden verschönern in jedem Fall die weihnachtlich geschmückte Wohnung. Wenn dann noch das Raachermannl (Räuchermann) nebelt, dann wird es so richtig gemütlich in der guten Stube. Übrigens: traditionell stellten die erzgebirgischen Familien für jeden ihrer Buben einen Bergmann und für jedes ihrer Mädchen einen Engel ins Fenster. Heute findet man beide Figuren meist nebeneinander in trauter Zweisamkeit. Natürlich gibt es noch unzähligen weiteren Weihnachtsschmuck aus dem Erzgebirge, wie beispielsweise Krippen, Nussknacker, Lichterhäuser, Adventsleuchter oder Baumschmuck. Auch Miniaturen, wie etwa geschnitzte Szenen oder einzelne Figuren sind sehr beliebt.

Qualität hat seinen Preis

Selbstverständlich ist ein Lichterbogen auch für 20 Euro und ein Nussknacker für 4 Euro erhältlich. Allerdings handelt es sich bei solchen Schnäppchen nicht um erzgebirgische Volkskunst - der Name ist übrigens geschützt - sondern um Billigprodukte aus Fernost. Echter Weihnachtsschmuck aus dem Erzgebirge wird in liebevoller Handarbeit hergestellt, wobei sehr viel Wert auf Detailtreue gelegt wird. Die Produktion besteht daher aus vielen einzelnen Arbeitsschritten und ist sehr aufwendig. Und nicht zuletzt unterstützt der Käufer die im Erzgebirge ansässigen Handwerker und hilft so, Arbeitsplätze in dieser Region zu erhalten.
Tipp: Besuchen Sie doch mal die Stadt Seiffen im Erzgebirge! Hier können Sie den Handwerkern über die Schulter schauen wie sie Räuchermännchen, Pyramiden und vieles mehr herstellen. Für Kinder ist sicher auch das Spielzeugmuseum interessant. Machen Sie doch in der Aventszeit mal einen Ausflug nach Seiffen! Natürlich können Sie den Weihnachtsschmuck auch vor Ort kaufen und haben so eine schöne Erinnerung.

Weihnachtsschmuck aus dem Erzgebirge verzaubert Groß und Klein und trägt wesentlich dazu bei, die Wohnung oder das Haus in der Adventszeit stimmungsvoll zu schmücken. So steigt die Freude auf das Fest der Feste und die Zeit bis dahin ist geprägt von Gemütlichkeit und Wohlbehagen.
Text: K. L. / Stand: 18.05.2017