Indianercamp für Kinder

Kinder spielen Indianer
Das macht Spaß: Ein Tag im Indianercamp - Foto © vombatic

Wer kennt es nicht, das alt bewährte Cowboy- und Indianer-Spiel im Garten oder auf dem Spielplatz? Heute spielt man, bzw. Kind, Indianer in einem richtigen Indianercamp.

Diese Camps gehören zu den aktuell angesagtesten Ferienorten und sind ein ideales Geburtstagsgeschenk für kleine und große Rothäuter und Bleichgesichter. Hier können sie die Geschichten von Winnetou und Old Shatterhand selbst nachspielen. Schleichen wie ein Indianer, Rauchzeichen geben oder Bogenschießen, ein großes Indianerzelt bauen und Feuer machen, all das gehört dazu. Es gibt Sowohl Tagescamps als auch Camps, in denen die Kids mehrere Tage bleiben können und in einem richtigen Tipi übernachten! Was für ein wunderbares Erlebnis!

Kinder spielen Indianer und Cowboy

In den Camps erzählt man sich Geschichten über richtige Indianer, wie sie damals gelebt haben und welche Völker es gab. Es werden zudem viele tolle Rollenspiele veranstaltet. Eine Gruppe spielt die Cowboys, die den Indianern ihre Schätze klauen wollen und die andere Gruppe spielt den Indianerstamm, der mit Pfeil und Bogen sein Land verteidigt. Natürlich werden dabei auch Gefangene genommen, die dann an den Marterpfahl kommen und bestraft werden. Aber keine Angst, hier wird niemand gefoltert! Hierzu muss man wissen, dass eigentlich nur sehr wenige Indianerstämme, wie die Comanchen oder die Irokesen, einen solchen Pfahl für ihre Rituale verwendeten. Denn Indianer waren gar nicht so böse, wie viele denken. An diesen Pfählen wurden die angebundenen Gefangenen gequält, ihr Wille sollte so gebrochen werden. Überstanden sie die Tortur, wurden sie jedoch wieder frei gelassen. Die Prozedur verlief also nicht immer tödlich.

Im Indianercamp für Kinder

In den aufgebauten Indianerzelten, den Tipis, brutzelt man dann Speck und Bohnen, ganz wie im Wilden Westen. Sogar Brot wird in der heißen Asche gebacken - einfach lecker! Etwas ganz Lustiges ist die Erbauung einer sogenannten Schwitzhütte. Ja, es gab tatsächlich eine Art Sauna bei den Indianern. Man sagt ihnen ohnehin nach, dass sie sehr intelligent waren und zum Beispiel auch mit ausgewählten Kräutern Wunden und Schmerzen heilen konnten. Im Indianer-Camp können Kinder lernen, wie sie ihre Sinne für die Natur schärfen können. Wie macht man Feuer ohne Streichhölzer? Wie beschafft man sich Nahrung, ohne dass ein Supermarkt in der Nähe ist, also nur aus der Natur? Wie kann man sich Waffen und Werkzeuge aus Holz und Steinen herstellen? Die Indianer waren Überlebenskünstler. Wie sie gelebt und überlebt haben, vermitteln diese Indianer-Camps. Da diese optimal auf Kinder ausgerichtet sind, werden sie beim Spielen und Lernen unendlich viel Spaß haben. Zusätzliche Aktivitäten, wie eine Schatzsuche, Abseilen von einem Berg, Klettern sowie Bogenschießen und Schnitzeljagden machen ein solches Geschenk zum Favoriten für die Kids.

Ein Aufenthalt im Indianercamp verschenken

Es gibt mittlerweile zahlreiche Anbieter solcher Indianercamps. Oft wird ein Tagesaufenthalt, Übernachtungen oder einfach nur die Ausrichtung des Kindergeburtstags angeboten. Sie können die Kids dort allein lassen und sich in dieser Zeit z. B. einfach ausruhen oder Sie verbringen den Tag gemeinsam.

Die Preise sind meist recht human. So kostet ein Tagesaufenthalt pro Person um die 10€, eine Übernachtung im Tipi um die 50€ für die Familie. Eine mehrtägige Fahrt speziell für Kinder kostet ca. 250 €. Entscheiden Sie sich also zunächst einmal, ob die Kids allein ins Indianercamp fahren oder ob Sie gemeinsam das Abenteuer erleben wollen. Dann können Sie sich informieren wo es in Ihrer Nähe ein solches Camp gibt. Manchmal sind die Indianercamps nur im Sommer geöffnet. Auch das sollten Sie bei der Planung bedenken!
Text: St. H. / Stand: 18.05.2017