Der Weihnachtsmann

Weihnachtsmann mit Geschenkesack
Der Weihnachtsmann bringt die Geschenke - Foto © vectorfusionart

Wer ist der Weihnachtsmann?

Auf den Weihnachtsmann freuen sich vor allem die Kinder. Denn er bringt ihnen die heiß ersehnten Geschenke. Doch wer ist der Weihnachtsmann eigentlich und welche Traditionen ranken sich um ihn?

Morgen kommt der Weihnachtsmann ...

... heißt es in vielen Familien am Tag vor Heiligabend. Während sich die Großen auf eine besinnliche Zeit und gutes Essen freuen, können die Kleinen kaum die Geschenke erwarten, die vom Weihnachtsmann zusammen mit seinem Begleiter Knecht Ruprecht in vielen Regionen der Welt gebracht werden. Woher diese weihnachtliche Tradition kommt, ist zum Teil umstritten. Das stört die Kinder in ihrer freudigen Erwartung jedoch nicht.
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Der Weihnachtsmann in Deutschland

Der freundliche, ältere Mann mit seinem weißen Bart erscheint vor allem in Regionen, die durch die evangelische Religion geprägt sind. In Deutschland sind das insbesondere Ost-, Nord- und Mitteldeutschland. Traditionsgemäß bringt der Weihnachtsmann den braven Kindern Geschenke und Süßigkeiten, während die unartigen durch den Knecht Ruprecht mit einer Rute bestraft werden. Vor Schlägen zum Weihnachtsfest müssen Kinder heutzutage keine Angst mehr haben, aber beim Überreichen der Geschenke durch den Weihnachtsmann ist es geblieben. In vielen Familien klopft der Weihnachtsmann an Heiligabend an die Tür. Meistens wird er durch verkleidete Familienmitglieder, Freunde oder Studenten verkörpert. Manchmal kommt der Weihnachtsmann allerdings auch heimlich und legt die Weihnachtsgeschenke unter den festlich geschmückten Weihnachtsbaum.

Die Tradition des Weihnachtsmanns

Die Herkunft der Weihnachtsmannfigur ist noch nicht bis ins letzte Detail geklärt. Manche Volkskundler sehen ihren Ursprung in heidnischen Figuren, in deren Verkleidung zumeist junge Männer in der Vorweihnachtszeit durch die Straßen zogen. Eine davon war der Julbock, der aus der germanischen Religion stammte. Noch heute werden in Skandinavien Julböcke als Weihnachtsschmuck verwendet. Weit bekannter sind die Legenden um den freigebigen Bischof Nikolaus von Myra, der im 4. Jahrhundert lebte und als Vorbild sowohl für den Nikolaus als auch für den Weihnachtsmann gelten soll. Seit dem Mittelalter wurden Kinder ihm zu Ehren am 6. Dezember beschenkt. Zwar wurde das Schenken zu Zeiten der Reformation auf den 24. oder 25. Dezember verlegt, aber auch der Nikolaustag blieb in den Volksbräuchen erhalten. Seinen roten Mantel und den weißen Rauschebart erhielt der Weihnachtsmann allerdings erst einige Jahrhunderte später: Für eine Weihnachtswerbung des Getränkeherstellers Coca Cola wurde er von dem Schweden Haddon Sundblom so gezeichnet, wie wir ihn heute kennen.

Der Weihnachtsmann in anderen Ländern

Der Weihnachtsmann ist auch in vielen anderen Ländern bekannt. So brachten europäische Auswanderer den Brauch mit nach Amerika. Der Weihnachtsmann, der hier Santa Claus genannt wird, erscheint meistens mit einem von Rentieren gezogenen Schlitten in der Nacht zum ersten Weihnachtstag und betritt die Häuser durch die Kamine. In Russland erwarten die Kinder zum Jahresende einen Mann namens Väterchen Frost. Dieser bringt den Kindern zusammen mit seiner Enkelin Schneeflöckchen die Geschenke. Auch in anderen Ländern unterscheiden sich die Weihnachtsbräuche und der Name des Weihnachtsmannes. In England wird er Father Christmas genannt und erscheint erst in der Nacht zwischen dem 24. und dem 25. Dezember. Père Noël in Frankreich verteilt seine Geschenke sogar zweimal: am Heiligen Abend und am ersten Weihnachtstag. Andere Bezeichnungen des Weihnachtsmanns sind zum Beispiel in Dänemark Julemand, in Italien Babbo Natale, in den Niederlanden Sinterklaas und in Schweden Jultomte. (Weihnachten in anderen Ländern)

Der Weihnachtsmann kommt also zu vielen Kindern auf der ganzen Welt. Deshalb ist es auch wichtig einen Wunschzettel an den Weihnachtsmann zu schreiben, damit er all die vielen Geschenkwünsche kennt und erfüllen kann. Dann kommt nur noch das lange Warten auf den Weihnachtsmann am Heiligen Abend.

Text: H. J. / Stand: 18.05.2017