Das Christkind

Christkind als Geschenkeüberbringer
Das Christkind bringt die Geschenke - Foto © fotogestoeber

Wer ist das Christkind?

Nicht ganz so bekannt wie der Weihnachtsmann fungiert auch das Christkind als Geschenkeüberbringer zu Weihnachten.

Das Christkind - Eine Symbolfigur des Weihnachtsfestes in vielen Regionen

Das Weihnachtsfest wird in vielen Regionen der Welt gefeiert, aber die Bräuche und Symbole unterscheiden sich oftmals sehr. Während die Geschenke in evangelisch geprägten Ländern am Heiligen Abend oder dem ersten Weihnachtsfeiertag meistens vom Weihnachtsmann gebracht werden, erscheint in Gebieten mit vorwiegend katholischem Glauben das Christkind als Gabenbringer. In Deutschland werden die Kinder vor allem in den südlichen und westlichen Bundesländern vom Christkind beschert.

Warum das Christkind meistens blond ist

Im Unterschied zum Weihnachtsmann kommt das Christkind meist heimlich in der Nacht und legt die Geschenke unter den Weihnachtsbaum. In Büchern oder auf Weihnachtskarten wird das Christkind üblicherweise als ein Kind mit blonden Locken und einem Heiligenschein sowie mit Flügeln dargestellt. Vermutet wird, dass diese Darstellung aus weihnachtlichen Bräuchen wie Umzügen oder den Krippenspielen resultiert. Bei diesen wird die Weihnachtsgeschichte rund um die Geburt von Jesus Christus erzählt. Das Christus- oder Jesuskind wurde oftmals von blonden Mädchen in weißen Kleidern gespielt. Außerdem war es umringt von ebenso blonden Engeln in weißen Gewändern. Die Farbe Weiß symbolisierte die Unschuld und die Reinheit. Auch auf Gemälden vom Mittelalter bis heute wird das Jesuskind häufig blondgelockt und mit einem Heiligenschein dargestellt.

Das Christkind konnte den Weihnachtsmann nicht verdrängen

Das Christkind als Überbringer der Weihnachtsgeschenke gibt es vermutlich seit dem Beginn des 16. Jahrhunderts. Erfinder dieser Symbolfigur soll angeblich der Reformator Martin Luther gewesen sein, der die Verehrung des Heiligen Nikolaus ablehnte und das Beschenken stattdessen wohl durch den Heiligen Christen am 25. Dezember favorisierte. Dieser Brauch konnte sich nicht in allen Regionen durchsetzen; in vielen Gebieten ist es immer noch der Weihnachtsmann, der bereits am Heiligen Abend die Geschenke bringt. Da es aber heutzutage immer mehr Menschen gibt, die den Wohnort aus beruflichen oder privaten Gründen in eine andere Region verlagern, verändern sich auch die weihnachtlichen Bräuche. So kann es durchaus vorkommen, dass an Heiligabend in manchen Städten sowohl das Christkind als auch der Weihnachtsmann auf den Straßen unterwegs sind.

Damit das Christkind weiß welche Geschenke es überbringen soll, ist es wichtig einen Wunschzettel an das Christkind zu schreiben. Dann kommt nur noch das lange Warten auf das Christkind am Heiligen Abend.
Text: H. J. / Stand: 18.05.2017