Verlobung

Rote Rosen mit Schleife
Die Verlobung ist ein großes Ereignis für Paare / Foto © lily

Die Verlobung (offiziell: Verlöbnis) ist ein gegenseitiges Eheversprechen, das leider an Bedeutung verliert.

Tipps & Infos für die Verlobung

Verlobung - Das traditionelle Versprechen

Kennt sich ein Paar schon länger und schweben beide auch nach Monaten oder gar Jahren noch auf Wolke sieben, liegt der Gedanke an eine Hochzeit nahe. Klassischerweise liegt zwischen dem Leben in einer Partnerschaft und dem Eintritt in den Bund der Ehe die Zeit der Verlobung. Diese beginnt meist mit dem Heiratsantrag und endet mit dem "Ja-Wort" vor dem Standesbeamten. Dabei blickt die Tradition der Verlobung auf eine lange Geschichte zurück, in der das Verlobungsversprechen durchaus bindend war.

Verlobung früher und heute

Die Verlobung eines Paares galt vor vielen Jahren als verpflichtendes Versprechen. Beide Partner einigten sich nicht nur darauf, den Bund der Ehe zu schließen, sondern mussten auch innerhalb eines Jahres heiraten. Besiegelt wurde die Verlobung früher durch einen sogenannten Ehepfand wie Schmuck, Geld oder auch Kleidung. Der strenge Umgang mit der Verlobung begründete sich vor allem darin, dass die Verheiratung der eigenen Tochter für Eltern sehr wichtig war. Sie sollte das wirtschaftliche Auskommen und den Fortbestand der Familie sichern. Zu damaligen Zeiten musste der künftige Ehemann daher auch den Vater der Braut um die Hand seiner Tochter bitten. Dieser konnte sich dann von der Eignung des Anwärters überzeugen und ihm gegebenenfalls die Verlobung mit seiner Tochter verbieten.

Inzwischen hat sich die starke Verpflichtung der Verlobung gelöst. Auch nach dem erfolgreichen Heiratsantrag muss nicht zwingend Hochzeit gefeiert werden. Verankert ist das sogar im Bürgerlichen Gesetzbuch. Wer einen Antrag heute mit "Ja" beantwortet, kann sich also immer noch umentscheiden, ohne dabei rechtliche Konsequenzen fürchten zu müssen. Auch die strenge Jahresfrist ist längst überholt. Heute heiraten Paare teilweise erst mehrere Jahre nach der Verlobung. Dennoch sind einige Punkte rund um die Verlobung stark von Traditionen beeinflusst. Auf die Zustimmung des Schwiegervaters sind künftige Ehemänner indes nicht mehr angewiesen.

So ist es in den meisten Partnerschaften üblich, dass der Mann seiner Partnerin den Antrag macht. Eine klassische Verlobung wird außerdem mit einem Ring besiegelt. Diesen tragen Frau - und gelegentlich auch Mann - am Ringfinger ihrer linken Hand. Der Ring kann teilweise als Zusatz zum späteren Ehering an die rechte Hand wechseln. Dies jedoch ist nicht bei allen Paaren der Fall. Meist jedoch bleibt der Verlobungsring als wertvolles Erinnerungsstück in einer Schatulle oder Box sicher verwahrt.

Die Verlobung feiern

Schon vor einigen Jahrhunderten war das Feiern einer Verlobung unverzichtbar. Die Feierlichkeit diente dazu, die Gemeinde über die baldige Heirat zu informieren und das bindende Versprechen öffentlich zu machen. An diesem Brauch hat sich bis heute nichts geändert, doch auch hier gibt es keine bindende Pflicht. Frisch verlobte Paare können ihr Versprechen also feiern, müssen dies aber nicht tun.

Dennoch entscheiden sich die meisten Verlobten dazu, eine Feier im Kreise von Freunden und Verwandten zu planen. Über den Grund für die Einladung informiert das Paar oft erst am Tag der Feierlichkeit und auch die gewünschten Trauzeugen werden dann ernannt. In welchem Rahmen und auf welche Weise die Verlobung gefeiert werden soll, entscheidet das künftige Brautpaar selbst. Vom rauschenden Fest in einem Hotel bis zur gemütlichen Grillfeier im eigenen Garten ist alles möglich. Nach der Feier beginnt für das Paar dann die spannende Zeit der Hochzeitsplanung, in die Trauzeugen, Eltern und Verwandte auf individuelle Art und Weise eingebunden werden können.
Text: A. W. / Stand: 18.05.2017

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