Geschenke als Motivation für das Blutspenden?

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Kein Zweifel: Dass Menschen Blut spenden gehen, ist unverzichtbar. Auf Blutkonserven sind jährlich zahllose Patienten nach Operationen, Unfällen oder bei Krankheiten angewiesen. Die Motivation für den regelmäßigen Piks allerdings lässt mancherorts etwas zu wünschen übrig. Politiker in Nordrhein-Westfalen wollen das nun ändern und überlegen, ob Geschenke dabei helfen könnten.

Entschädigungen sind attraktiv

Es klingt seltsam, aber viele Menschen gehen nicht zum Blutspenden, da sich für sie auf den ersten Blick kein positiver Nebeneffekt einstellt. Wie wichtig die Spende ist, erfahren sie meist erst dann, wenn sie selbst einmal auf eine Blutkonserve angewiesen sind. Die Politiker der Parteien Grüne, CDU und SPD in Nordrhein-Westfalen ziehen nun kleine Aufwandsentschädigungen in Betracht. Als mögliche Geschenke stehen zum Beispiel Schwimmbadgutscheine, Kuchen oder auch Kinokarten zur Debatte.

Präsente mancherorts bereits etabliert

Bislang konzentrierten sich die Verantwortlichen in Deutschland darauf, Blutspender mit „gesundem Menschenverstand“ anzulocken. Diese Strategie jedoch scheint sich in Sachen Effektivität nicht zu bewähren. Dass es auch anders geht, erfahren Blutspender in Tschechien, Polen und Italien. Hier erhalten sie je nach Land beispielsweise Schokolade, Steuervorteile, Gutscheine und freie Tage. Ob Geschenke nach der Spende auch in Deutschland bald zur Selbstverständlichkeit werden, bleibt jedoch abzuwarten. Gut täte es den Beständen vieler Blutbanken in jedem Fall, denn insbesondere seltene Blutgruppen sind ein rares und wertvolles Gut.

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